Stadt Wien startet 2020 große Förderoffensive für energieeffiziente Mobilität

Förderoffensive E-Mobilität

Neue Förderungen von E-Mobilität nehmen Bezug auf Smarter Together!

Ein neues Förderprogramm für Elektromobilität ist u.a. inspiriert vom Smarter Together-E-Carsharing in der BWSG-Wohnhausanalge in der Hauffgasse in Wien-Simmering. Die Pressemitteilung nimmt direkt darauf Bezug.

Wien (OTS)Mit zwei neuen Förderschienen verstärkt Wien energieeffiziente Mobilitätsformen in der Stadt. Die Förderung von elektrischen Lastenfahrrädern für Betriebe schafft attraktive Anreize für den Wiener Wirtschaftsverkehr. Die Förderung von innovativen Sharing-Angeboten im Wohnbau unterstützt gemeinschaftlich genutzte Mobilitätsangebote in Nachbarschaften. Damit reagiert die Stadt auf notwendige Maßnahmen zur Erfüllung der Verkehrsziele in der Smart City Rahmenstrategie. Start der Förderaktion ist am 01. Februar 2020. Bis Ende 2021 stehen insgesamt 2,8 Millionen Euro zur Verfügung.

Für die Verkehrswende und zur Erreichung der Wiener Klimaschutz-Ziele ist der Ausbau von CO2-freien Mobilitätsformen, insbesondere der Elektromobilität unverzichtbar. Denn der Verkehrsbereich ist der größte Verbraucher von fossilen Energieträgern in Form von Benzin und Diesel. Fahrzeuge sollten in Zukunft gemeinschaftlich genutzt und mit erneuerbarer Energie betrieben werden. Voraussetzung für die neuen Förderungen ist daher der Einsatz von Ökostrom.

Mitglieder des BWSG-e-Carsharing in der Hauffgasse vor ihren e-Autos (c) wohnbund.consult

Nachhaltige Logistik zum Standard erheben

Der städtische Raum bietet ein hohes Potenzial für nachhaltigen Wirtschaftsverkehr. Kurze Transportwege lassen sich mit elektrischen Lastenfahrrädern (Cargobikes) besonders umweltschonend und effizient abwickeln. Zudem tragen Lastenfahrräder zur Verkehrsentlastung auf Wiens Straßen bei. Die für Verkehr und Energieplanung zuständige Vizebürgermeisterin Birgit Hebein: „E-Lastenräder sind die zeitgemäße Antwort auf Logistikfragen und ein klimafreundliche, effiziente Lösung für die letzte Meile. Die Förderung entspricht unserem Logistik-2030-Konzept, das wir gemeinsam mit Niederösterreich und der Wirtschaftskammer auf den Weg gebracht haben, und ist eine wichtige Maßnahme, um die Emissionen im Wirtschaftsverkehr zu senken. Mit insgesamt 40 Prozent ist der Verkehr der größte CO2-Produzent in der Stadt und damit ein wichtiger Hebel, um der Klimakrise etwas entgegenzusetzen.“

Einige Betriebe in Wien erledigen ihre Transporte und Zustellungen bereits mit elektrischen Lastenrädern. Wie etwa der Samariterbund Wien: „Alle Projekte des Samariterbundes übernehmen Verantwortung und stellen Nachhaltigkeit unter Beweis. So sind in Wien für die Auslieferung von ‚Essen auf Rädern‘ 21 Elektrolastenfahrräder im Einsatz, die einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sportliche Betätigung und nachhaltiges Engagement schätzen, sind damit nicht nur ökologischer unterwegs als mit PKWs, sondern oft auch schneller und immer kostengünstiger“, sagt Oliver Löhlein, Geschäftsführer des Samariterbund Wiens.

Mit der neuen Förderung will die Stadt die Einführung von elektrischen Lastenfahrrädern im Wiener Wirtschaftsverkehr beschleunigen, denn gemäß Smart City Rahmenstrategie soll der Wiener Wirtschaftsverkehr bis zum Jahr 2030 weitgehend frei vom klimaschädlichen CO2 sein.

Clip: E-Carsharing in der BWSG-Hauffgasse

Attraktive Förderhöhe

Elektro-Lastenfahrräder mit Nutzlast ab 40 kg bis 100 kg erhalten maximal 50 % der förderfähigen Kosten, bis maximal 2.000 EUR pro elektrischem Lastenfahrrad bzw. pro Elektrolastenanhänger. Große Elektro-Lastenfahrräder mit einer Nutzlast ab 100 kg erhalten maximal 30 % der förderfähigen Kosten, bis maximal 4.000 EUR pro Fahrzeug.

500-Euro Bonus für Verkauf von Diesel- oder Benzintransportern
Zusätzlich belohnt die Stadt Wien die Umstellung mit 500,- Euro pro Verkauf oder Verwertung eines mehrspurigen Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor.

Angestrebt sind eine Beteiligung von Betrieben aus allen Wiener Gemeindebezirken sowie eine möglichst breite Abdeckung unterschiedlichster Gewerbe. Für die ersten drei Förderzusagen pro Bezirk gibt es daher einen weiteren Bonus von 500,- Euro.

Clip: Smarter Together-E-Mobilitätsprojekte in Simmering

Innovative Sharing-Angebote im Wohnbau sorgen für hohe Flexibilität

Rund 80% der Wege beginnen und enden am Wohnort. Neue Angebote für die private Mobilität müssen daher am Wohnort ansetzen. Aus einer Vielzahl an Möglichkeiten wählen zu können und flexibel mobil zu sein ohne eigenen PKW macht den Reiz von Sharing-Angeboten aus. Die Förderaktion für innovative Sharing-Angebote im Wohnbau richtet sich an größere Wohnanlagen und zielt darauf ab, unter Mitwirkung der Bewohnerschaft moderne Mobilitätsangebote auf Basis von Elektromobilität zu entwickeln. Vorteile für Bewohnerinnen und Bewohner sind Zeit- und Kostenersparnisse sowie verbesserte Mobilitätsangebote abseits des privaten PKW. Gleichzeitig tragen Sharing-Angebote zu einer gestärkten Nachbarschaft bei.

Die neue Förderung setzt genau dort an, wo bei der Umsetzung von Sharing-Angeboten die Stolpersteine liegen. Nämlich bei der sorgfältigen Planung und Vorbereitung von Betriebsmodellen solcher Angebote, der aktiven Einbeziehung der Bewohnerschaft und einer guten laufenden Betreuung. Damit ein Sharing-Angebot angenommen wird, müssen Bewohnerinnen und Bewohner dauerhaft aktiv in dessen Ausgestaltung einbezogen werden. Außerdem braucht es neben den Fahrzeugen diverse Anschaffungen: Ladeinfrastruktur, Buchungsplattform und Sharing Hardware, Anmietung von Parkflächen, Marketingmaßnahmen etc.

Die neue Förderung unterstützt diese wichtigen Zusatzaufwendungen mit bis zu 70% der förderfähigen Kosten, um Sharing-Angebote erfolgreich umzusetzen. Damit ist die Förderung der Stadt Wien ist eine sinnvolle Ergänzung zur bestehenden Elektro-Mobilitätsförderung des Bundes.

Bernd Vogl, Abteilungsleiter der Energieplanung der Stadt Wien betont: „In Zukunft wir mehr Strom aus erneuerbarer Energie, wie Sonnenstrom, zur Verfügung stehen. Elektor-Mobilität verbraucht im Vergleich zum Verbrennungsmotor besonders wenig Energie und ist daher eine wesentliche Klimaschutz-Technologie.“

Die Förderaktion baut unter anderem auf dem erfolgreichen Pilotversuch zu E-Carsharing in der BWSG-Wohnhausanlage in der Hauffgasse in Wien-Simmering im Rahmen des Projektes „Smarter Together“ auf. Sie richtet sich an innovative Wohnbauträger und Mobilitätsdienstleister sowie Baugruppen bzw. Gruppen von BewohnerInnen, um diese Erfahrungen mit weiteren Projekten zu verbreitern.

Grätzelrad, Credits Mobilitätsagentur Wien-Christian Fürthner

Praktische Infos

Mehr Informationen: www.energieplanung.wien.gv.at/foerderungen

Start der beiden Förderaktionen: 1. Februar 2020

Förderstelle: Die Energieplanung der Stadt Wien verwaltet die Fördermittel im Rahmen des Ökostromfonds, www.energieplanung.wien.gv.at Rathausstraße 14-16, 1010 Wien.

Abwicklungsstelle: Förderanträge werden von UIV Urban Innovation Vienna GmbH, Energy Center abgewickelt, www.urbaninnovation.at Operngasse 17-21, 1040 Wien.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0004

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20200124_OTS0054/stadt-wien-startet-2020-grosse-foerderoffensive-fuer-energieeffiziente-mobilitaet

Erg.: in der BWSG-Wohnhausanlage

Förderbroschüre E-Carsharing, S. 1
Infoblatt E-Carsharing
Förderbroschüre E-Lastenrad
Infoblatt E-Lastenrad

English Summary / Zusammenfassung in Englisch:

New e-mobility funding scheme inspired i.a. by Smarter Together

A new funding scheme for e-mobility is i.a. inspired by the e-carsharing experience in the BWSG housing estate in Hauffgasse in Simmering. The press release directly refers to it.

City of Vienna to launch major funding campaign for energy-efficient mobility in 2020

Vienna (OTS) – Vienna is strengthening energy-efficient forms of mobility in the city with two new funding channels. The promotion of electric cargo bicycles for companies creates attractive incentives for Viennese commercial traffic. The promotion of innovative sharing offers in residential housing supports shared mobility offers in neighborhoods. In this way, the city is reacting to necessary measures to meet the traffic goals in the Smart City Framework Strategy. The funding campaign will start on February 1, 2020. A total of 2.8 million euros will be available by the end of 2021.

The further development of CO2-free forms of mobility, in particular electromobility, is indispensable for a fundamental change in the transport sector as well as in order to achieve Vienna’s climate protection goals. Namely, the transport sector is the largest consumer of fossil fuels in the form of petrol and diesel. In the future, vehicles should be shared as well as operated with renewable energy. The use of green electricity is therefore a prerequisite for the new subsidies.

Make sustainable logistics the standard

The urban area offers great potential for sustainable commercial traffic. Short transport routes can be handled in an environmentally friendly and efficient manner with electric cargo bikes. In addition, cargo bikes help relieve traffic from congestions on Vienna’s streets. Vice Mayor Birgit Hebein, responsible for transport and energy planning: “E-cargo bikes are the contemporary answer to logistics questions and a climate-friendly, efficient solution for the last mile. The funding corresponds to our ‘Logistics 2030 concept’, which we launched together with the federal land of Lower Austria and the Chamber of Commerce,. It is also an important measure to reduce emissions in commercial traffic. With a total of 40 percent, traffic is the largest CO2 producer in the city and therefore an important lever to counter the climate crisis. ”

Some companies in Vienna already do their transports and deliveries with electric cargo bikes. For example, the Samaritan Association Vienna: “All projects of the Samaritan Association assume responsibility and demonstrate sustainability. In Vienna, for example, 21 electric cargo bikes are used for the delivery of ‚food on wheels‘, which make an important contribution to environmental protection. Employees who appreciate sporting activities and sustainable commitment are not only more environmentally friendly than by car, but also often faster and cheaper, ”says Oliver Löhlein, Managing Director of the Samaritan Association (Samariterbund) of Vienna.

With the new funding, the City of Vienna wants to accelerate the introduction of electric cargo bikes in Vienna’s commercial traffic, because according to the Smart City framework strategy, Vienna’s commercial traffic should be largely free of climate-damaging CO2 by 2030.

Attractive funding level

Electric cargo bikes with payloads from 40 kg to 100 kg receive a maximum of 50% of the eligible costs, up to a maximum of EUR 2,000 per electric cargo bike or per electric cargo trailer. Large electric cargo bikes with a payload of 100 kg or more receive a maximum of 30% of the eligible costs, up to a maximum of EUR 4,000 per vehicle.

500 euro bonus for the sale of diesel or petrol transporters

In addition, the City of Vienna rewards the changeover with EUR 500 per resale or recycling of a used multi-lane vehicle with an internal combustion engine.

The aim is to involve companies from all over in Vienna and to cover the widest range of different businesses. Therefore there is a further bonus of 500 euros for the first three funding commitments per district

Innovative sharing offers in residential housing ensure high flexibility

Around 80% of the routes begin and end at the place of residence. New offers for private mobility must therefore start at the place of residence. Being able to choose from a wide range of options and being flexible without having your own car is what makes sharing offers so appealing. The funding campaign for innovative sharing offers in residential construction is aimed at larger residential complexes and aims to develop modern mobility offers based on electromobility with the participation of the residents. The advantages for residents are time and cost savings as well as improved mobility options away from private cars. At the same time, sharing offers contribute to a strengthened neighborhood.

The new funding starts exactly where the stumbling blocks lie in the implementation of sharing offers. Namely in the careful planning and preparation of operating models of such offers, the active involvement of the residents and good ongoing support. In order for a sharing offer to be accepted, residents must be actively involved in its design on a permanent basis. In addition to the vehicles, various acquisitions are required: charging infrastructure, booking platform and sharing hardware, rental of parking spaces, marketing measures, etc.

The new funding supports these important additional expenses with up to 70% of the eligible costs in order to successfully implement sharing offers. The support provided by the City of Vienna is a useful addition to the existing government funding for electric mobility.

Bernd Vogl, head of the energy planning department of the City of Vienna, emphasizes: “In the future we will have more electricity from renewable energy, such as solar power. Compared to a combustion engine, e-mobility uses very little energy and is therefore an essential climate protection technology. ”

The funding campaign is based, among other things, on the successful pilot test for e-car sharing in the BWSG-Housing estate in Hauffgasse in Vienna-Simmering as part of the “Smarter Together” project. It is aimed at innovative housing developers and mobility service providers as well as assemblies or groups of residents in order to broaden this experience with other projects.

More information: www.energieplanung.wien.gv.at/foerderungen

Start of the two funding campaigns: February 1, 2020

Funding agency: The Energy Planning Department of the City of Vienna manages the funding within the framework of the Green Electricity Fund (“Ökostromfonds”), www.energieplanung.wien.gv.at Rathausstraße 14-16, 1010 Vienna.

Processing office: Applications for funding are processed by UIV Urban Innovation Vienna GmbH, Energy Center, www.urbaninnovation.at Operngasse 17-21, 1040 Vienna

(OTS, Theresa Vonach, MSc), Übers. Bojan Schnabl